Theater
         
 

"Die Frau seines Lebens"
Mischung aus Drama und Comedy

Huby, Felix / Pfeiffer, Boris
Die Frau seines Lebens

Im tiefdekolletierten kleinen Schwarzen posiert Sylvia vor dem Spiegel: "Liebe Trauergemeinde. Sie führten eine gute Ehe. Manchmal wünschte Sylvia ihm aus langer Weile den Tod an den Hals, aber sie stritten nie. Sie fragte sich oft, warum. Warum rief Manfred sie nur an, wenn er nichts zu sagen hatte? Warum sollte sie ihn nicht anrufen, wenn sie etwas zu sagen hatte? Warum wollte er nicht, das sie Einblick in die Konten bekam und warum verschwieg er ihr die Summe der Lebensversicherung? Vor allem aber: Warum onanierte Manfred Kemmler heimlich im Ehebett..." Schließlich muss Sylvia sich fragen, warum der sonst so akkurate Gerichtvollzieher sie heute mit dem gedeckten Abendbrottisch sitzen lässt. Sylvia durchleuchtet Manfreds Beamtenseele und ihr monotones Hausfrauendasein. Neidisch schielt sie hinüber zur Wohnung ihrer Single-Freundin Judith, die gerade wieder einen ganzen Kerl statt nur dessen Lieblingsaufschnitt vernascht. Und wenn Manfred etwas zugestoßen ist? - Schon träumt Sylvia sich mit einem Liebhaber nach Griechenland, führt in Gedanken anregende Gespräche, lässt sich im Dampfbad mit Mango füttern - da klingelt es an der Wohnungstür. Manfred? - Zu spät!

1 D
Sprechtheater – Monolog

http://www.theatertexte.de/data/kiepenheuer_buehnenvertriebs_gmbh/1572/show



Lore & Lay Theater Kiel

Im tiefdekolletierten kleinen Schwarzen posiert Sylvia, gespielt von Martina Riese, vor dem Spiegel. Sie wartet auf ihren Mann, der zum ersten Mal unpünktlich nach Hause kommt. Manfred ist ein Gerichtsvollzieher. Was ist passiert? Sylvia ist völlig aus dem Häuschen. Erst macht sie sich Sorgen und fragt sich, ob sie die Putenbrust allein aufessen muss. Und warum muss es immer Putenbrust sein?
Sie führten doch eine gute Ehe. Zwar wünschte Sylvia ihm aus langer Weile manchmal den Tod an den Hals, aber sie stritten nie. Aber warum rief Manfred sie nur an, wenn er nichts zu sagen hatte? Warum sollte sie ihn nicht anrufen, wenn sie etwas zu sagen hatte? Warum wollte er nicht, das sie Einblick in die Konten bekam und warum verschwieg er ihr die Summe der Lebensversicherung?
Sylvia durchleuchtet Manfreds Beamtenseele und ihr monotones Hausfrauendasein. Neidisch schielt sie hinüber zur Wohnung ihrer Single-Freundin Judith, die gerade wieder einen ganzen Kerl statt nur dessen Lieblingsaufschnitt vernascht. Und wenn Manfred etwas zugestoßen ist? Dann spielt sie mit dem Gedanken, es in puncto Männer mal wie ihre Busenfreundin Judith zu machen. Schließlich kommt sie auf noch krummere Gedanken.


Mehr Informationen und aktueller Spielplan:

http://www.loreundlay-theater.de/lebensfrau.html

 



Eine sehr weibliche Antwort auf "Caveman"

"Für das Leben, aus dem Leben. Sau-echt!" (Publikumsstimme)

"[...] die Chance, sich selbst wieder als gestaltungsfähiger und willensstarker Mensch zu erfahren, wird immer geringer, je länger man erst einmal mit [...] Ohnmachtgefühl und [...] negativen Erwartungen herumgelaufen ist. [...] So verliert man zunehmend die Lust, sich all das, was draußen in der Welt und Innen (in einem selbst) passiert, genauer anzuschauen. Wer nicht mehr sieht, was los ist, hat auch keinen Grund, irgendetwas zu verändern, schon gar nicht sich selbst." (Gerald Hüther)

Sylvia hat unerwartet die Gelegenheit, zu sehen, was (in ihr) los ist - und verändert! Aber Hallo!

Claudia Riese ist Sylvia Kemmler. Ihr scheint die Rolle auf den Leib geschneidert. Die Riese hat bereits soviele höchst unterschiedliche Frauenrollen so überzeugend gespielt..Von wegen "auf den Leib geschneidert". Es ist höchste Schauspielkunst, das so erscheinen zu lassen. Claudia Riese ist das gelungen. Oft und immer wieder. So hat sie natürlich das Gretchen im "Faust" gespielt, aber auch die "Marlene", die "Lola Blau" wie die "Miß Looma" in "Sex? Aber mit Vergnügen!", die widerspenstige Käthe und und und. Jetzt also Sylvia Kemmler, eine schwäbische Hausfrau. Die Kunst der Riese: Man vergisst, dass hier Theater gespielt wird.

Fau seines Lebens 1

Frau seines Lebens 2

Publikumsstimmen zu "Die Frau seines Lebens"

"Ein Bravo der schauspielerischen Leistung, ebenso der Regie! Ein wunderbarer, unterhaltender Abend, der auch betroffen macht!" Elfriede W.

"Claudia Riese, das war absolut top! Wir müssen Sie weiter empfehlen!" (Spontane Besucherstimme nach der Vorstellung am 17. Juni, bei der es Auftrittsapplaus nach der Pause gab, unzählige Zwischenappläuse und Trampelbeifall am Schluss)

"Für das Leben, aus dem Leben, sau-echt!" Herbert Strößner

"Das war einfach super!" Martina

"Super!" Jo Mehnert

Frau seines Lebens Bühne

Sylvias "Zuhause" - die Bühne von "Die Frau seines Lebens"

Neu Ulmer Zeitung Neu-Ulmer Zeitung zu
"Die Frau seines Lebens"

Einmal lebenslänglich bitte!

Uraufführung von "Die Frau seines Lebens" im großen Saal des Theaters Neu-Ulm


von Christian Oita (Montag, 8. Mai 2006)


Neu-Ulm. Wie man sich bettet, so liegt man bekanntlich auch. Doch was tun, wenn man sich umdreht, und nebenan liegt seit Jahren der personifizierte Alptraum? Felix Hubys und Boris Pfeiffers Monolog "Die Frau seines Lebens" schildert, wie spießig eine glückliche Schwabenehe aus der Sicht der Gattin auch im neuen Jahrtausend noch sein kann. Im AuGuSTheater Neu-Ulm wurde Sylvia nun erstmals von Claudia Riese zum Leben erweckt.

"Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn",  summt sie zu Beginn des Stückes vor sich hin, auf ihren Mann wartend, mit dem Kreuzworträtsel in den Händen als Zeitschinder. Sylvia ist Ehefrau aus Leidenschaft. Eine, die den Abendtisch mit Kerzen dekoriert, saftige Putenbrust aufrollt und den Wein rechtzeitig dekantiert, damit er atmen kann, bevor die bessere Hälfte heimkehrt. Früher, so sagt sie mit schwäbischer Färbung, habe sie auch abends noch gekocht, nur sei das dem Manfred irgendwann zu kostspielig geworden. Manfred, das ist der schweigsame Gerichtsvollzieher mit Bauchansatz, der die Frau seines Lebens tagsüber an der lockeren Leine hält. Sechs, sieben Mal täglich ruft er von der Arbeit an, "um mich zu kontrollieren", wie es Sylvia langsam dämmert, während sie den Staubsauger auspackt. Dass sie früher mal Sängerin werden wollte, ist ihr inzwischen fast peinlich. Und während sich ihre beste Freundin gleich nebenan sexuell in großem Stil austobt, träumt Sylvia an der Kühltheke des Supermarkts von einer Affäre mit einem Fremden. Nur allein sein, das hat Sylvia nie richtig gelernt, und so wird ihr schnell bang, als sich ihr Manfred zum ersten Mal in der gemeinsamen Ehe verspätet. Eine Stunde vergeht, und Sylvia packen die Zweifel über das Glück ihrer frühen Heirat. Nach zwei Stunden wähnt sie sich schon in einer neuen Wohnung, wo sie von ihrer Witwenrente ein neues Leben beginnen will. Und dann klingelt das Schicksal plötzlich an der Tür.

Claudia Riese mit blonder Mähne, wachsenden Haaren auf den Zähnen und schwäbischer Schnauze: Besser könnte diese Sylvia kaum besetzt werden. Rieses kabarettistische Erfahrung lässt den Zuschauer fast vergessen, dass hier Theater gespielt wird; das liebevolle Bühnenbild erweckt voyeuristische Gefühle. Wo die naive Kunst an den Wänden zu Beginn noch wunderbar ins Bild passt, hängt derselbe Haussegen am Schluss plötzlich irreparabel schief. Aber wer weiß: Vielleicht wird ja irgendwann mal ein Wunder geschehn.

 

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  One Night Stand  
 

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