Theater
         
 

Nenn mich einfach Axel
Axels große Chance

 

Pfeiffer, Boris nach dem gleichnamigen Film von Bo hr. Hansen
Nenn mich einfach Axel

Der 10jährige Axel blickt wenig verheißungsvollen Ferien entgegen: Sein Vater ist dauernd betrunken und lässt ihre gemeinsame Verabredung platzen. Neuerdings wohnt er auch nicht mehr zu Hause. Axels Mutter muss arbeiten. Und auch die große Schwester hat keine Lust auf "Babysitting", fährt lieber mit ihrem arabischen Freund im Auto durch die Gegend. Irgendwie kann Axel das sogar verstehen. Diese Moslems mit ihren Goldkettchen sind wirklich coole Typen. Obwohl sie über ihn lachen, beschließt Axel, Moslem zu werden. Der Mutter zuliebe schaut er auch im Jugendclub vorbei und landet zusammen mit Fatima und Annika prompt in Proben zu einem Song Contest. Axel isst kein Schweinefleisch mehr und lässt sich Ahmed nennen. Er muss seinen betrunkenen Vater vor den anderen verleugnen und gleichzeitig Fatima aus dem Hausarrest befreien. Deshalb besucht er den Imam in der Moschee. Aber der will seinen Vater sprechen... Was anfangs nach langer Weile aussah, wird für Axel zu einer turbulenten Bewährungsprobe, in der Wahrheit und Lüge, Richtig und Falsch nicht immer klar zu trennen sind.
Die Geschichte könnte überall spielen, wo ein buntes Bevölkerungsgemisch sich ein sozial spannungsreiches Wohnviertel teilt. Leicht und direkt erzählt dieses Theaterstück nach dem preisgekrönten dänischen Kinderfilm, wie Kinder zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen ihre eigene Weltanschauung suchen.

3 D 4 H
Sprechtheater – Kinder

Übersetzer: Brückner, Waltraut
Originaltitel: Kald mig bare Aksel
Besetzungshinweis: und kleine Rollen, Mehrfachbesetzung
Aufführungsgeschichte: UA: 24. April 2009 Düsseldorfer Schauspielhaus

http://www.theatertexte.de/data/kiepenheuer_buehnenvertriebs_gmbh/544329411/show


Theater-Uraufführung: Wie werde ich Moslem? von Eva Pfister Das junge Schauspielhaus feiert überzeugend eine Begegnung der Kulturen.

Düsseldorf. „Alle coolen Typen sind Moslems“, findet Axel und will auch einer sein. Denn die muslimischen Jungs tanzen HipHop, tragen goldene Ketten um den Hals und fahren mit alten Autos herum. Seine Schwester darf mitfahren, er aber nicht: nur Moslems oder deutsche Mädchen sind zugelassen. So der Bescheid, der im Jungen Schauspielhaus mit lautem Jubel und Lachen quittiert wird.

Nenn mich einfach Axel

Vom dänischen Film „Nenn mich einfach Axel“ war der Leiter des Jungen Schauspielhauses, Stefan Fischer-Fels, so begeistert, dass er ihn unbedingt auf die Bühne bringen wollte. Boris Pfeiffer hat nun für Düsseldorf das Drehbuch von Bo hr. Hansen dramatisiert.

2¼ Stunden, eine Pause. Weitere Abendvorstellungen: 30. Mai und 7. Juni, 19.30 Uhr, Junges Schauspielhaus, Münsterstraße 446. Karten gibt es unter Telefon +49.(0)211.852371 0

Nenn mich einfach Axel 2

Das Stück ist ein Glücksfall, denn hier sehen türkisch- oder arabischstämmige Jugendliche ihre Kultur nicht nur als Problem dargestellt, sondern mit Neugier und sogar mit etwas Neid. Es knisterte förmlich bei der Uraufführung, die René Schubert mit viel Schwung inszeniert hat, unterstützt vom Choreographen Takao Baba und fünf jungen Hip-Hoppern.

Axel hat guten Grund, jemand anders sein zu wollen. Sein Vater ist Alkoholiker und entsprechend unzuverlässig. Bastian Sierich verkörpert glaubhaft die Not des Jungen, der vor den anderen nicht zugeben will, dass dieser komische Penner vor der Schule sein Vater ist.

Ganz anders ist da der türkische Papa Alkan, der sich intensiv um seine Kinder kümmert, er spielt mit der Jüngsten am Computer und verhängt über die Älteren Hausarrest, wenn er sie von den Versuchungen der westlichen Welt bedroht sieht.

Nenn mich einfach Axel 3

Ein modernes Märchen, bei dem alles wieder gut wird

Natürlich sind die Kontraste in diesem Stück nicht frei von Klischees, auch die Bekehrung des Alkoholikerpapas (Alexander Steindorf) ist zu schön, um wahr zu sein, aber das Stück ist eben auch ein modernes Märchen.

Alles wird gut: Fatima (Tina Amon Amonsen) kann sich rechtzeitig zum Show-Contest in den Jugendclub davonschleichen und gewinnt mit einem Liebeslied den Wettbewerb. Da freut sich Papa (Stefan Fischer-Fels selbst, der auch den Imam spielt) dann einfach mit, ebenso wie Bruder Ali (Adil Basaran) und Axels Schwester Mia (Sina Ebell).

Am Ende sieht Axel ein, dass die Lösung der Probleme nicht im Wechsel der Religion liegt. Man kann Einiges lernen in der Aufführung, die mit großer Leichtigkeit und Humor besticht.

Nenn mich einfach Axel 4

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deutsche bühne (6/09)

Stefan Keim schreibt im Theatermagazin die deustche bühne (6/09) in seinem Artikel über Filmadaptionen für die Bühne zu
"Nenn mich einfach Axel" am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf :

Routine und Risiko (mehr...)


Nenn mich einfach Axel

Jetzt auch auf der Bühne erfolgreich vom 30.4.2009 Die aktuelle Produktion am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf ist eine Bühnenadaption von Boris Pfeiffer nach dem preisgekrönten gleichnamigen dänischen Kinderfilm. "Nenn mich einfach Axel" feierte am 24. April eine umjubelte Premiere.

Düsseldorf. „Alle coolen Typen sind Moslems“, findet Axel und will auch einer sein. Denn die muslimischen Jungs tanzen HipHop, tragen goldene Ketten um den Hals und fahren mit alten Autos herum. Seine Schwester darf mitfahren, er aber nicht: nur Moslems oder deutsche Mädchen sind zugelassen. So der Bescheid, der im Jungen Schauspielhaus mit lautem Jubel und Lachen quittiert wird. (mehr...)


Hier ein Link zu einer Fernsehsendung über "Nenn mich einfach Axel"

http://centertv.tp-pro.de/index.php/mediathek/nenn_mich_einfach_axel_im_jungen_
schauspielhaus/


Presse

Neue Rhein Zeitung, 27 April 2009 "Ich muss helfen, weil ich Moslem bin"

Westdeutsche Zeitung, 27 April 2009 "Wie werde ich Moslem"

Rheinische Post, 27 April 2009 "Theater für die Jugend- Alex will Muslim werden"

Hier zu lesen: Pressespiegel


Kritiken

Das Junge Schauspielhaus präsentiert am Freitag "Nenn mich einfach Axel"

Für Stefan Fischer-Fels, den künstlerischen Leiter des Jungen Schauspielhauses, begann die Geschichte von Axel im Jahr 2003. Damals sah er beim Kinderfilmfest der Berlinale den dänischen Spielfilm „Kald mig bare Aksel” nach einem Drehbuch von Bo hr. Hansen und wusste sofort: Dieser Stoff ist wie geschaffen für die Theaterbühne.

Die deutsche Fassung erarbeitete Boris Pfeiffer, am Freitag ist nun die Premiere. Vorab gab es einiges, was bei der Adaption geändert werden musste. „Im Film ist es kein Problem, durch Schnitte einen Szenenwechsel zu erzeugen. Das geht im Theater so nicht”, erklärt Regisseur René Schubert. „Außerdem hängen die Jugendlichen im Film ziemlich viel ab. Das kommt auf der Bühne nicht so gut.”

So wurde „Nenn mich einfach Axel” kräftig beschleunigt, vor allem durch die Einführung von Tanzsequenzen, die von jungen Düsseldorfer HipHop-Tänzern dargeboten werden. So findet die Aufführung auch im Rahmen von take off/Junger Tanz statt.

Für die Choreografie zeichnet Takao Baba verantwortlich, Begründer der Kompanie „E-Motion” und ein Mann, dem die jungen Tänzer großen Respekt zollen. Die Geschichte ist von der Form her klassisch, ein Entwicklungsroman auf der Bühne. Der Protagonist bewundert die HipHopper aus dem Jugendclub, für ihn sind sie die coolen Jungs, denen man nacheifern muss. Als sein Vater, der Probleme mit dem Alkohol hat, die gemeinsamen Sommerferien absagt, fasst Axel einen spektakulären Entschluss - er will Moslem werden. Damit irritiert er nicht nur seine eigene Familie, sondern auch eine türkische. Beim Sommerferien-Show-Contest bekommt Axel seine große Chance.

Die Hauptrolle spielt Bastian Sierich, der schon bei der letzten Produktion von Marcus Grolle im Tanzhaus beeindrucken konnte. Mia, Axels Schwester, ist mit Sina Ebell besetzt, den Besuchern des Jungen Schauspielhauses noch durch ihre Rolle in „Was macht der Eisbär im Kühlschrank?” in bester Erinnerung. „Es ist eine Abenteuerreise in eine fremde Welt”, sagt Fischer-Fels, „und dabei eine erfreulich undidaktische.” Ein Blick in die Proben ist verheißungsvoll. Da wird ein Auto auf der Bühne in eine Choreografie integriert, wird zum Schauplatz der Moves, von der Motorhaube bis hin zum Dach. „Wir erzählen Realität, aber mit Leichtigkeit und Humor”, lautet das Fazit der Beteiligten.

Freitag, 24. April, 19.30 Uhr, Junges Schauspielhaus, Münsterstraße 446

http://www.derwesten.de:80/nachrichten/staedte/duesseldorf/2009/4/20/news-117578187/detail.html


Das Stück ist zu beziehen bei: Kiepenheuer Bühnenvertrieb

http://www.kiepenheuer-medien.de/newsfolder/523814197/showNews

 

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